Meichiuche Zytig: Was tun gegen die Belastung der Krankenkassenprämien?

Die Krankenkassenprämien steigen seit Jahren steil nach oben, während gleichzeitig die Löhne, die Renten und die Prämienverbilligungen nicht annähernd mithalten können. Dies wäre mit einem solidarischen Finanzierungssystem, analog der AHV, nur halb so schlimm.

In der Schweiz wird jedoch die Kopfprämie angewendet. Dies bedeutet, dass Sergio Ermotti (UBS-CEO), ein Bauarbeiter sowie eine Pflegefachfrau alle eine gleich hohe Krankenkassenprämie bezahlen, obwohl sich viele einig sind, wer von diesen Menschen deutlich mehr für unsere Gesellschaft leisten. Solange die Kopfprämie besteht, braucht es einen starken Ausbau der Prämienverbilligungen, damit auch der Mittelstand Ende Monat genügend Geld im Portemonnaie hat. 

Behauptungen, dass Ausländer:innen das Problem an der Prämienlast seien oder dass wir zu viele Arztbesuche machen, stimmen nicht. Die neuesten Zahlen des Bundes zeigen, dass Ausländer:innen im Vergleich zu Schweizer:innen weniger Gesundheitskosten verursachen. Dank einer Studie der OECD ist bekannt, dass die Schweiz im internationalen Vergleich im hinteren Mittelfeld liegt, was die jährliche Anzahl Arztbesuche pro Person betrifft. Gewisse Parteien verhindern immer wieder konkrete Einsparungen bei den Krankenkassenprämien. 39 Krankenkassen bieten in der Grundversicherung exakt dieselben Leistungen an. Verwaltungs-, Werbe- und Wechselkosten werden jedes Jahr von allen mitbezahlt, obwohl diese mit einer Einheitskrankenkasse deutlich geringer wären. Von den ungerechtfertigten, viel zu hohen Löhnen der CEO’s wird gar nicht erst gesprochen. Zudem hätte eine Einheitskrankenkasse klare Anreize, konsequent in die Gesundheitsprävention zu investieren. Dieselben Parteien verhindern zudem, dass endlich an den extravagant hohen Medikamentenpreisen angesetzt wird. Die Gesundheitskommissionen sind von der Pharmaindustrie unterwandert. Deshalb wurden unzählige Massnahmen, die Prämienlast zu reduzieren, bisher abgelehnt. 

Es ist höchste Zeit, dass Gesundheitspolitik für das Volk und nicht im Interesse der CEO’s, der Pharmabranche oder der Krankenkassen gemacht wird. Im März 2026 besteht die Chance, eine soziale Kantonsregierung und ein volksnahes Parlament für den Kanton Bern zu wählen. Bezahlbare Krankenkassenprämien für alle statt für wenige! 

Mechilche Märit

Dank der vielen Märit-Besucher:innen und Spender:innen überwiesen wir der Organisation Ärzte ohne Grenzen insgesamt CHF 1000. 233 Fähnli wurden gesteckt, merci viu mau! Den Gutschein vom Restaurant Bären Meikirch gewann Cédric Ammann aus Bern. Im Namen des Vorstandes Noah Zbinden, Präsident SP Meikirch

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